Casting-Shows – ein Outing
Ich gucke fürs Leben gerne Casting-Shows. Es ist so eine Art Live-Labor-Sozial-Experiment. Und experimentieren tu ich ja fürs Leben gern…
Wer gewinnt, ist mir egal. Der Reiz ist in dem Moment vorbei, wenn der Gewinner gekürt wird. Je mehr Teilnehmer noch im Rennen sind, desto spannender. Wie reagiert welcher Kandidat? Wie geht jeder mit diesem künstlich hochgepushten Medienrummel um? Kann sich jemand entfalten? „Schifft“ einer ab? Eine brutale Sache, eigentlich. Kaum zu glauben, dass die da alle freiwillig mittun, nur um sich den Traum von Ruhm und Geld wenigstens mal aus der Nähe zu betrachten.
Unglaublich auch, wie herummanipuliert wird, mit eingeblendeten Gesprächsfetzen, mit zurechtgestutzten Interviews (oder warum wohl hört man nie einen die Frage stellen…?).
Ärgern könnte ich mich manchmal über die Naivität der Teilnehmer. Freuen tu ich mich, wenn jemand das Spiel durchschaut. Das kommt selten vor, und wohl nicht von ungefähr ist das Teilnehmer-Alter stark begrenzt, Durschschnitt dürfte bei knapp bei 18 liegen. Teenies im schwierigsten Alter, wohlgemerkt.
Dieses experimentieren, herummanipulieren mit empfindlichen Psychen hat ja eigentlich etwas Abartiges. Und ich kann es trotzdem nicht lassen… Ich glaube, das versteht man unter Voyeurismus. Spass zu haben an einer Sache, die man eigentlich schlecht finden sollte.
Also. Schluss für heute. Ich muss los, „Deutschland sucht den Superstar“ gucken…
Mein Wohlfühllied
Wenn ich mal nicht so gut drauf bin, muss ich nur Peter Fox in voller Lautstärke hören….
Schon gehts mir gut!
Hier bin ich gebor’n und laufe durch die Straßen!
Kenn die Gesichter, jedes Haus und jeden Laden!
Ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen.
Daumen raus ich warte auf ‘ne schicke Frau mit schnellem Wagen.
Die Sonne blendet alles fliegt vorbei.
Und die Welt hinter mir wird langsam klein.
Doch die Welt vor mir ist für mich gemacht!
Ich weiß sie wartet und ich hol sie ab!
Ich hab den Tag auf meiner Seite ich hab Rückenwind!
Ein Frauenchor am Straßenrand der für mich singt!
Ich lehne mich zurück und guck ins tiefe Blau,
schließ die Augen und lauf einfach gradeaus.
Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.
Ich suche neues Land
Mit unbekannten Strassen, fremden Gesichtern und keiner kennt meinen Namen!
Alles gewinnen beim Spiel mit gezinkten Karten.
Alles verlieren, Gott hat einen harten linken Haken.
Ich grabe Schätze aus im Schnee und Sand.
Und Frauen rauben mir jeden Verstand!
Doch irgendwann werd ich vom Glück verfolgt.
Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold.
Ich lad’ die alten Vögel und Verwandten ein.
Und alle fang’n vor Freude an zu weinen.
Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps.
Und feiern eine Woche jede Nacht.
Und der Mond scheint hell auf mein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.
Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
Ich hab 20 Kinder meine Frau ist schön.
Alle kommen vorbei ich brauch nie rauszugehen.
Hier bin ich gebor’n, hier werd ich begraben.
Hab taube Ohr’n, nen weissen Bart und sitz im Garten.
Meine 100 Enkel spielen Cricket auf’m Rasen.
Wenn ich so daran denke kann ich’s eigentlich kaum erwarten.
Individualtourismus
Mit Kindern ist man ja ganz automatisch etwas eingeschränkt beim Reisen. Deshalb ist mein Reiseziel etwas vergessen gegangen, in den letzten Jahren. Gestern jedoch tauchte die Idee wieder auf. Das Reiseziel ist nicht sehr weit weg, jedoch ist die Reise manchmal beschwerlich und auch nicht ungefährlich. Das Motto lautet „der Weg ist das Ziel“, und kann Einsichten und Erfahrungen bescheren, welche die Mächtigen dieser Welt nicht gerne sehen – weshalb die Reise auch eigentlich untersagt ist (was schliesslich und endlich niemanden davon abhält). Es stimmt, die Reise ist gefährlich und viele sind nicht zurückgekehrt. Vermutlich muss man die meisten Menschen auch vor sich selber schützen.
Diese Reise braucht gründliche Vorbereitung. Gute Reiseliteratur und ein Reiseleiter sind Pflicht, was jedoch oft vernachlässigt wird (erstaunlicherweise, denn wer fliegt schon zu seiner Zieldestination ohne Idee, was er da sehen will? Derjenige verpasst ja sämtliche Sehenswürdigkeiten!). Die Koffer sollten also mit Bedacht gepackt sein.
Ja, ich möchte diese Reise antreten. Reiseliteratur habe ich gelesen, meine Sehenswürdigkeiten herausgepickt, die ich sehen möchte, ein erfahrener Reiseleiter ist ebenfalls vorhanden – tja, was hält mich noch zurück? Es ist das Ticket. Leider nicht im Reisebüro um die Ecke zu bekommen. Es ist nicht einmal so kostspielig, jedoch nur auf inoffiziellem Weg erhältlich, in Kreisen, die mir etwas suspekt sind. Wer sagt denn, dass ich nicht ein Ticket zum Südpol kriege? Wenn ich doch eigentlich in die Sahara will (dies nur metaphorisch).
Nun gut. Ich werde mich auf die Suche begeben. Eines Tages wird es soweit sein…
wenn ich dereinst genug zeit haben werde…
wandere ich thomas widmers wandertipps durch.
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